News/ Blog für Gleitschirmflieger aus Santa Pola /Alicante (Spanien)               

 

 Mein Gleitschirmtagebuch aus Spanien

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Blog II. Teil  ab 21.03.07

 

 

 

 

  Herzlich willkommen auf meiner Gleitschirm -Webseite über die News  in Santa Pola. Die Seite soll Gleitschirmflieger auf dem Laufenden halten.

Neuigkeiten über das Paragleiten sind willkommen!

 

 

 

Was die Gleitschirm -Startseite bietet:

  •  das aktuelle Webcam-Bild vom Paragliding -Startplatz Santa Pola, Alicante
  • links unten die aktuellen Wind- und Temperaturwerte und die Vorhersage

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30.03.07 Mein neues Blog: www.paragliding-spanien.de/blog.htm

 

29.03.07 Temperaturen von 14 Grad und Wind bis 40 km/h. Es wird Winter! Meine Nachbarn trösten mich: "Zu Ostern wird es immer schlechtes Wetter!" Ostern kommt erst!!! Na ja, heute war es trocken, morgen wird es sonnig, vielleicht ist übermorgen Ostwind?

28.03.07 In Deutschland Traumwetter mit bis zu 20 Grad! Ich gönne es euch! Da dümpelt Santa Pola mit 11 Grad und Dauerregen vor sich hin. Gegen 13 Uhr gab es einen Lichtblick: es wurde langsam trocken und der Windsack am Startplatz stand gut auf NO. Im Nu hatte ich meine Hanwag an, mein Handy in der Tasche und den Schnellpacksack mit meiner Kiste auf dem Rücken. Doch schon auf den ersten Metern zum Startplatz fing es wieder zu Tropfen an- Mist!

Aber Thomas hatte schon das zweite Schmankerl bereit:

Ich bin begeistert!

Danke für die tolle Arbeit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27.03.07 Regen! Aus den vorhergesagten 3 Tropfen Regen und dem guten Ostwind entstand ein Regentag, mit enormen Niederschlagsmengen.

Aber, das hat auch was Gutes: man ist nicht dauernd mit einem Auge am Startplatz und mit einem Flügel in der Luft, sondern kann getrost zum Einkaufen fahren.

Die Riesenüberraschung dann am Abend: eine Mail von Thomas, dem Videoprofi mit einem Link auf Myvideo. Da ist der Regen gleich vergessen! Vielen Dank!

26.03.07 Großer Kampftag! Diesmal nicht gegen das Absaufen, sondern mit dem starken Wind, der gegen Abend auf 36 km/h zunahm- endlich mal Bedingungen zum Starkwindstarten!

Nach der ewigen Diskussion im DHV- Forum hab ich mir auch mal meinen Karabiner angeschaut.

25.03.07 Ostwind und Sonntag- eine gute Kombination, und so war der Startplatz vor meinem Garten gut frequentiert. 17 Schirme hab ich mal in der Luft gezählt. Nicht schlecht für die Jahreszeit, zumal heute in Murcia, ca. 100 km weiter westlich auch ein Wettkampf der Locals ausgetragen wurde. Dass es erst März ist spürte ich schon nach 15 Minuten Flug ohne Overall, auch wenn es den ganzen Tag wolkenlos war, deutlich. Heute ist jeder auf seine Kosten gekommen und auch Olli und Henry haben sich satt geflogen. Den Pokal für das letzte Toplanding (um 20.02 Uhr) bekam Carmen.

24.03.07 14.°° Uhr  der pure Fluggenuss! Hab ich gerade gefunden (weil Westwind- nix Flug!).

 

Drachenfliegen ist doch echt gefährlich! Da kann man runterfallen!

 

 

 

 23.03.07 Heute war Pause mit Fliegen! Wie die Vorhersage gemeldet hatte von NW auf SW drehender Wind. Für morgen das Gleiche, nur stärker, aber ab Sonntag endlich wieder Ost!

22.03.07 Der Tag hatte doch einige Überraschungen parat. Kurz vor eins schaue ich rüber an den Sendemast und staune über den neuen Windsack, den Alex angebracht hat. Ostwind! Im Nu habe ich meine Schuhe an und bin unterwegs zum Startplatz. Videokamera an, Kiste hoch und weg, als die nächste Ablösung den Hang hochpfeift. Das mit dem Filmen lasse ich schon nach 200m Flug sein, danach komme ich nicht mal dazu, das Display wieder einzuklappen, so unruhig ist es an der Wand. Nach ca. 15 Minuten Kampf und etwas Überhöhung komme ich auf die dumme Idee, zum Faro zu fliegen, obwohl mir klar ist, dass das bei der Südkomponente schwierig wird. Die ersten Meter gehen ganz gut, aber kurz vor der Biegung zum Farokessel geht es sackflugartig abwärts und ich kann mich gerade noch zum Parkplatz am Meer schleppen. Während des Absaufens dachte ich mir, dass der Wind mittlerweile so aus Süden bläst, dass ich mich im Lee bewege, deshalb hätte es auch keinen Sinn irgendwo einzubomben und die 50m höher zu meinem "Privatstartplatz" unterhalb der Felswand zu tigern. Als ich dann unten stand war ich mir nicht mehr so sicher. Die Bedingungen sahen gar nicht so schlecht aus und, wenn es oben nichts ist kann ich vom Leuchtturm nach Hause laufen. Unterwegs schnaufend und schwitzend stets die gleiche Frage:" Warum tust Du Dir das an?!!!" Na ja, es duftete toll nach Thymian und Rosmarin und gehörte irgendwie doch dazu. Außerdem wollte ich mir das erste mal Zeit nehmen um die Gegend nach einem brauchbaren Startplatz zu erkunden. Bisher bin ich nach dem Einlanden jedes Mal hochgehastet und konnte meinem Schirm nicht mal ein paar beruhigende Worte zuflüstern bis ihn die nächste Ablösung aus dem Gestrüpp riss. Aber auch diesmal konnte ich keinen besseren Startplatz ausmachen, statt dessen erkannte ich, dass das silberne Etwas, was mir schon vor einigen Wochen aufgefallen war ein Außenbordmotor war, den irgendjemand hier die Klippe runtergeworfen hat. Um sicher zu gehen, dass ich nicht in eine Leewalze starte bin ich dann doch den Fels hochgeklettert, so dass ich den  Windanzeiger auf dem Faro und den Windsack von Alex sehen konnte- SO bis O. Also runter und Schirm vorbereiten!

"Das soll ein Startplatz sein?" flüsterte der kleine P44 ängstlich.

 

 

 

 

An dieser Stelle muss ich mich immer an den "Tulpenstart" erinnern. 1988 war ich im Allgäu, damals beim DAEC- Fluglehrerlehrgang, als zwei nette Kollegen erklärten, sie bringen beim L- Schein  den sog. "Tulpenstart" bei. Der Schirm wird zusammengerafft, wie beim Hochlaufen und mit der mittleren Zelle offen als Knäuel platziert. Danach wird vorwärts gestartet. Ich denke, die sind alle ausgestorben, die so gestartet sind. Aber für Rückwärtsstart bei viel Gestrüpp, super! Schade, dass es damals noch keinen Rückwärtsstart gab! An der Vegetation unterhalb sah ich, dass gleich eine gute Ablösung hochschießen wird. Als sie bei mir war zog ich leicht an den A- Gurten und schwups, war die Kiste über mir. Leichtes Anbremsen, und im Nu war ich über der Felskante. So gut hatte das hier bisher noch nie geklappt. Nach zweimaligem Hin- und Herfliegen ein kurzer Blick zum Windanzeiger- oh! Südwest! "Nix wie heimwärts!" dachte ich und nach einem wilden Ritt schaffte ich es mit viel Glück, 20m unterhalb des offiziellen Startplatzes einzulanden.

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