Paragliding- Fun Cup Zwischenbericht
Knapp vier Wochen vor dem Ende des DHV-Paragliding-Fun Cup zaehlt die Teilnehmerliste satte 67 Pilotinnen und Piloten. In der Airtime- Wertung bin ich nach einem kurzen Ueberholmanoever von Harald Mueller, der fast jeden Tag am Kandel (in der Naehe von Freiburg im Breisgau) fliegt wieder auf Platz 1. Zusammen mit dem Drittplazierten Christoph Bessei, der wie Mueller Mitglied beim Drachenfliegerclub Südschwarzwald ist heben wir uns nun deutlich vom restlichen Airtime- Feld ab.Bei der XC- Distance- Wertung sieht das Bild etwas anders aus. Hier liegt Christoph Bessei mit fantastischen 211 Xc- Punkten auf dem ersten, Stefan Lauth mit 202 Punkten auf dem zweiten und Dieter Neumann mit 192 Xc- Punkten auf dem dritten Platz. Ich selbst habe es gerade mal auf den 18. Platz geschafft.Loeblich erwaehnen moechte ich auf jeden Fall noch den 57. Platz: Unser Karl Slezak, der es trotz Hochsaison beim DHV geschafft hat am Blomberg zwei Fluge zu machen-Respekt! Schade, dass sonst kein Fluglehrer mitmacht, dann haette der Fun Cup sicherlich noch mehr Fun gemacht!
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Fast 15 Stunden in drei Tagen
Der Paragliding Fun Cup hat mich fest im Griff! In den letzten drei Tagen habe ich 14 Stunden und 52 Minuten mit meinem neuen Paratech P11 Light in der Luft verbracht. Wie soll man da noch Zeit finden das Blog zu pflegen. Heute ist (endlich) mal Suedwestwind und ich habe "frei" ;-).
Letzte Woche war ich ja mal wieder in Germania. Alicante - Memmingen und zurueck mit 10 kg Handgepaeck ( 1 Gleitschirm P11 light, ein Rettungsfallschirm und ein bisschen Krimskram) fuer 8 Euro inkl. Steuern und Gebuehren. Busshuttle nach Muenchen kostet 16 Euro bei Internetbuchung. RyanAir- da kann man nicht meckern!
Als ich dann so im Bus Richtung Hauptbahnhof in Muenchen fuhr und ganz verschlafen aus dem Fenster auf die verregnete Strasse starrte mussten wir an einer roten Ampel anhalten- genau vor einem Kaffee. Ploetzlich sprang innen vom Tisch eine Hand voll Arbeiter auf und jubelte mir freudig zu. "Das ist doch mal ein netter Empfang!", dachte ich so. Beim Aussteigen sah ich dann, dass auf dem Bus riesengross das Emblem von Bayern Muenchen prangte. Die Buben dachten wohl, wir kaemen gerade vom Auswaertsspiel!
Am vorletzten Montag wagte ich dann, den ersten Wallbergflug seit ca. 15 Jahren. Nicht, dass der Hausberg der Muenchner am schoenen Tegernsee das Problem waere. Ich musste die 55 km bis dorthin mit meiner 30 Jahre alten Guellepumpe ( Honda CX 500) bewaeltigen und die hat schon seit Jahren den Stadtbereich von Muenchen nicht verlassen. Sie hat aber gut durch gehalten.
Am Wallberg angekommen bemekte ich schlagartig, dass ich wieder in Deutschland bin. Erstens kostete die Bergfahrt + Landekarte 13 Euro und zweitens fing es just als ich aus der Bahn ausgestiegen war an zu troepfeln.
Trotzdem, das war es wert! Um mich rum saftige gruene Wiesen, Kuehe, ein frisches Lueftchen und einen traumhaften Blick auf den Tegernsee.
Blick vom Gipfelkreuz
Wie vor zwanzig Jahren stapfte ich zum Kreuz hoch, nur dass ich heute keine Zigarette mehr im Mundwinkel brauche um staendig Verschnaufpausen einzulegen. Oben am Kreuz hat sich auch einiges geaendert. Der Startplatz ist fast nur noch Fels und die Latschen ringsrum, die unsere Startversuche damals gedaempft haben werden immer weniger.
Es hat dann doch aufgehoert zu regnen und ich konnte meinen ersten Gleitflug mit dem 11er machen.
Donnerstags drauf war ich bei besserem Wetter wieder am Wallberg und hatte einen tollen Flug von ueber einer Stunde. Leider nur 16,52 XC- Punkte, aber ich hatte wenigstens einen Flug in Deutschland. Bei der XC- Wertung im Fun Cup muss von den 3 XC- Fluegen mindestens einer in der Bundesrepublik sein, sonst werden nur zwei Fluege gewertet.
Wallberg, links das Kreuz, ganz rechts Startplatz "Kircherl"
Der Paratech P11 ML hatte nun endlich mal Gelegenheit seine Staerken zu zeigen. Der erste Eindruck: super-wendig bei moderatem Sinken. Die Baerte waren schoen zu zentrieren, einzig der vorgeschriebene Steuerdruck fallt nach einiger Zeit auf. Die Geschwindigkeit ist mit 47 km/h auch einseruntypisch hoch. Fuer mich ein neues angenehmes Fluggefuehl.
Paratech P11 light mit 4,65 kg
Nach meiner Rueckkehr sollte ich noch genuegend Gelegenheit haben den P11 zu testen.
Jeden Tag 5 Stunden unter der Kiste- da hast du Zeit fuer jede Leine!
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Paragliding@Fun Cup- der erste Tag
Wie fliegt man den Fun Cup ohne Gleitschirm? Nun habe ich ein Interim- GPS aufgetrieben und ein Kabel gebastelt, aber das Wichtigste fehlt! Ich warte immer noch auf meinen Paratech P11! Was tun? "Ach kein Problem, ich habe ja noch den P25" dachte ich mir.
Jedem, der die Piloten mit ihren Einser- Schirmen belaechelt kann ich nur empfehlen, mal einen Flug mit solch einem Paragleiter zu machen. Ich waere gestern beinahe zweimal eingebombt. Da ist wenig mit " ... da gleite ich mal schnell rueber und tanke Hoehe". Man muss sein Fliegen total umstellen. Natuerlich bin ich gleich zweimal abgesoffen, und das bei der Hitze!
Das zweite Mal direkt unterhalb vom Faro. Gute Moeglichkeit, um mal wieder den Tulpenstart zu ueben.

Tulpenstart unter dem Leuchtturm
Am Nachmittag hat der Wind dann deutlich auf sued gedreht und ich bin nach Palo gefahren. Bei meiner Ankunft kein Schirm am Himmel und danach oben auch niemand. Komisches Gefuehl, obwohl der Wind gut an stand. Nachdem ich das GPS sorgfaeltigst eingeschaltet hatte (es hat mir naemlich meinen besten Vormittagsflug verschluckt) habe ich mich raus gehauen und hatte einen sehr schoenen Flug.

der brave P25
Spaeter kam dann noch Conrado und ich war nicht ganz allein.
Gegen halb acht wurde der Aufwind schwaecher und ich zerbrach mir den Kopf ueber meine weitere Flugplanung. Ich wollte versuchen bis 20 Uhr zu fliegen, aber nicht unbedingt danach 360 Meter hoch laufen. Wie erkenne ich den richtigen Zeitpunkt zum Einbomben? Ich habe keine gute Loesung gefunden und bin ca. 100 m unterhalb des Startplatzes um 20.03 Uhr gelandet.

Startplatz Palo (links)
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DHV Fun Cup
Die Einserklasse unter den Gleitschirmen hat sich mittlerweile gemausert. Nicht nur beim Soaren findet man den ein oder anderen Fliegerkollegen, der sich mit seinem Einsteigergeraet gegenueber den heissen Kisten behauptet, auch beim Thermikkreisen sind die gutmuetigen Paraglider immer haeufiger oben anzutreffen. Die grossen Leistungsunterschiede am Hang sind Vergangenheit, und nicht selten tauscht der ueberzeugte Performancepilot der letzten Saison seine Kiste gegen einen Einser ein. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- leichter Wiedereinstieg nach Flugpause
- weniger Stress fuer Wenigflieger
- mehr Spass auch bei unruhigen Bedingungen
- verzeiht mehr Fehler (z.B. beim Start)
- guenstigerer Neupreis
- wesentlich weniger Wertverlust
Zudem macht es natuerlich wesentlich mehr Spass die anderen Piloten mit einem Einsergeraet auszukurbeln ;-))
Nun hat der DHV auf die Anregung der staendig anwachsenden Gemeinde der Einserpiloten reagiert und fuer sie einen eigenen Wettbewerb in Leben gerufen, den
DHV FUN CUP- einen Paragliding- Wettkampf nur fuer Schirme mit LTF-1-Klassifizierung.
Es gibt 2 Wertungsklassen in denen der Pilot nach Anmeldung beim DHV-XC teilnehmen kann:
1. Airtime: Es wird die gesamte Zeit gezaehlt, die der Pilot waerend der Wettbewerbsdauer in der Luft war. Alle Fluege werden gewertet. B- Schein ist nicht erforderlich!
2. XC-Distance: Es werden wie bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft Punkte gezaehlt. Die drei besten Fluege werden gewertet.
Wettbewerbsdauer ist dieses Jahr vom 1.Juli 09 bis 15.September 09.
Zur Teilnahme benoetigt man ein GPS-Geraet mit dem die Fluege mittels kostenloser Software zur DHV-XC-Seite hoch geladen werden.
Guenstige Geraete gibt es z.B. von Garmin:
Garmin eTrex H fuer 80 Euro
Garmin eTrex ventuere HC fuer 140 Euro
Da muss ich doch mal schauen, dass ich bis naechste Woche alles zusammen habe!
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