Gleitschirmschule - Nicht nur für Flugschüler und Fluganfänger

Unsere Gleitsegelschule bildet nunmehr seit mehr als zwanzig Jahren Flugsportbegeisterte zu Gleitschirmpiloten aus. Zu Beginn meiner Tätigkeit als Gleitschirmlehrer war ich meist mit einer Hand voll Schülern unterwegs, die einen engen Bezug zur Natur und den Bergen hatten. Wir saßen oft vor dem ersten Flug des Tages zusammen am Startplatz und betrachteten den herrlichen Ausblick. Jeder hatte etwas über die Berge am Horizont zu erzählen. Es gab ständig Bergsteigergeschichten, und manchmal beichtete der ein oder andere seine ersten Flugversuche. Der Gleitschirmsport war damals für uns alle eng mit der Natur verbunden, und wir erlebten uns als Teil der faszinierenden Berglandschaft des Alpenraumes.

 In der Mitte der neunziger Jahre, als Paragleiten Hochkonjunktur hatte unterrichteten teilweise bis zu sechs Fluglehrer gleichzeitig in drei unterschiedlichen Fluggeländen. Unser Ausbildungsprogramm reichte vom Grundschein (L-Schein) bis zur Überlandflugberechtigung und vom Windenführerschein  bis zum Flugfunkzeugnis. Es gab in der unmotorisierten Gleitschirmfliegerei keinen Schein, den man bei uns nicht machen konnte. Selbst zum Tandempiloten konnte man sich hier ausbilden lassen. Die Flugschüler strömten aus allen Berufsgruppen und Freizeitrichtungen zu uns. Es gab dicke, dünne, alte, junge, sportliche und unsportliche Schüler. Die Palette unserer Schulungsschirme reichte von 40 bis 160kg Startgewicht. Auf einmal mussten Wegbeschreibungen, Terminpläne, Packlisten, Ausrüstungs- und Funkgeräteausgabescheine und insbesondere Verhaltensregeln für den Aufenthalt auf dem Berg her. Der Stress hatte Einzug gehalten. Und der Flugtag wurde weder nach dem Flugerlebnis noch nach der Schönheit der Gebirgslandschaft beurteilt. Die Bewertung hieß jetzt f/t, das bedeutet Fluganzahl pro eingesetzter Zeit. Obgleich dadurch auch mein Verdienst automatisch „mit optimiert“ wurde litt meine Motivation gewaltig. Plötzlich bemerkte ich, dass ich den Draht zu meinen Flugschülern verloren hatte.
Das veränderte Freizeitverhalten, nämlich der Versuch Freizeit effizient zu nutzen schlug sich gegen Ende der neunziger Jahre auch auf die allgemeinen Schülerzahlen im Gleitschirmsport nieder. Zeit umzudenken! Seitdem haben wir unser Angebot an Fortbildung und Gleitschirmreisen verstärkt und ich habe meinen Draht wieder gefunden. Auf unseren zahlreichen Exkursionen in Fluggebiete wie Castelluccio (17-mal), Bassano, Monaco, Arcachon (Dune de pilar), Almeria, Almuñecar und Alicante/Murcia war ich stets auf der Suche nach einfachen Schulungsgeländen.
Dieses einfache Ausbildungsgelände habe ich hier in Santa Pola gefunden. Ein  Hang ohne Hindernisse, gute hundert Meter hoch und direkt am Meer gelegen. Großer Startplatz, landen kann man überall, und es gibt sogar eine gute Verbindungsstrasse zwischen Start- und Landeplatz.
Heutzutage findet Paraglidingausbildung hier fast ausschließlich im Einzelunterricht statt und ist daher zwar entsprechend  exklusiv, aber auch finanziell aufwändig. Alternativ gibt es die Möglichkeit, den Flugunterricht in unserer Partner- Gleitschirmschule bei Regensburg zu besuchen.
Die Gesamtkosten für die jeweilige Flugberechtigung setzen sich je nach Bedarf zusammen aus  den Kosten für Aufenthalt, der Geräteleihgebühr und den Kosten für den jeweiligen Ausbildungsabschnitt.