Aber plötzlich hat es die Herren Wurzer (77Std.), Kies (86 Std.) und Haßlberger (105 Std.) doch gepackt und sie sind davon geritten. Ganz unbemerkt von mir, so dass ich mit 25 Stunden auf dem 15. Platz stand. Ich muss gestehen, ich hatte auch schon einige Zeit nicht mehr auf die Paragliding- Airtime- Wertungsliste geblickt. Es war einfach zu viel los hier, und ich kann meinen Fluggästen ja nicht sagen, sie sollen sich alleine rumfahren, weil ich jetzt mein Flugkonto aufbessern muss.
Aber nun hatte ich gerade Zeit und habe mal vorgestern und gestern knapp 11 Stunden in den Topf geschmissen um wenigstens unter den ersten 10 zu sein. Gestern war einer der schönsten Abende hier mit ganz laminarem warmen Ostwind, der das Gleitschirmfliegen wirklich so einfach machte, dass es schier unmöglich war abzusaufen. Mir wäre es sicher auch langweilig geworden, hätte ich nicht kleine Fallstricke in Form von „ wie weit kann man denn nach Süden fliegen?“ eingebaut, was mich dann doch zweimal fast zum Fußmarsch gezwungen hätte. Na ja, insgesamt war ich dann doch vier ein halb Stunden in der Luft und hatte genügend Zeit, mir mal wieder über den Sinn dieser Airtime-Wertung Gedanken zu machen. – gaaanz schwierig! Heute hatte ich zum Beispiel vor lauter Übermut die Idee, trotz deutlichem Südostwind mein fliegerisches Glück herauszufordern und bin mit Manolo und Antonio zum Startplatz hinter El Faro gefahren und nach einem ungelenkigen Hopser über das Geländer zwar ein paar Minuten geflogen, dann aber auf dem Weg zum Leuchtturm an der Nordwand böse abgesoffen. Ich konnte mich noch bis nach dem Leuchtturm retten musste danach aber ca. 30 Meter den Hang hochhecheln und nassgeschwitzt auf einen Lufthauch warten um den P11 aus dem Gestrüpp zu starten. Ich hatte Glück und es kam plötzlich ein kleiner Windstoß den Hang hoch, den ich nutzte. Kurz darauf kratzte ich mit meinem Schirm die senkrechte Wand entlang und flog bald oben über der Kante, was mir erlaubte zum Startplatz zurückzufliegen und oben zu landen. Der ganze Flug dauerte vielleicht zwanzig Minuten, ich habe noch gar nicht aufs GPS geschaut, ist aber sicherlich einiges mehr wert, als mein vier ein halb Stunden Flug gestern.
Wer jetzt meint, das wäre bei der Streckenwertung anders liegt meiner Meinung nach auch falsch. Manchmal ist es easy an der Emberger Alm mal eben 70 XC- Punkte zu schrubben und manchmal ist das ein Riesenkampf, aber es gibt dafür auch nur eben diese 70 XC- Punkte. Im Endeffekt weiß jeder für sich, welche“ Leistung“ er erbracht hat, um dann hoffentlich zu erkennen, dass es beim Fun- Cup auch um den Fun geht. Und den kann ich auch auf dem 169. Platz haben.








