Absinkinversion nervt
Seit unserem Behinderten- Paragliding- Tandemflugtag am letzten Wochenende haben wir jeden Tag mit den Auswirkungen der bodennahen Inversion zu kaempfen. Am Startplatz sieht alles ideal aus, der Ostwind pfeifft mit 25 km/h, ab und zu mal ne staerkere Abloesung, doch nach dem Start beutelt es einen in der Luft herum und nach ein paar Minuten steht man am Meer unten, wo es fast windstill ist und schwitzt wie ein Brot.Vor ein paar Tagen bin ich bei schwachem Nordost gestartet und habe mich zur Nordwand gehangelt, wo es auch hoch ging (wenn auch sehr unruhig). Ploetzlich nickt die Kappe leicht nach hinten und das Steigen wird kraeftiger-uff! Zehn Sekunden spaeter fliege ich rueckwaerts. Das ist mir hier schon lange nicht mehr passiert! Normalerweise sieht man ja am Meer gut, wie stark der Wind ist (oder bald wird).
Schaumkronen = Wind ueber 30 km/h
Cellulitis auf dem Wasser = staerkere Boeen
Jetzt ist das Meer aber total glatt und ich fliege trotdem langsam rueckwaerts!!!
Wenigstens ist hier oben der Wind laminar, also trete ich den Beschleuniger bis zum Anschlag und versuche die Kiste still zu halten. Es dauert etwas bis die Nickbewegungen sich beruhigen und der Schirm speedet. Die Windgeraeusche nehmen deutlich zu und ich bin ueberrascht, wie schnell der alte Apco wird. Endlich stoppt die Rueckwaertsfahrt und ich schiebe mich wieder ueber die Kante Richtung Meer. Nachdem ich ein paar Minuten spaeter wieder am Startplatz eingelandet bin faellt mir auf die fragenden Augen der anwesenden Spanier nur ein Wort ein "impressionante!" .
Die naechsten Tage konnte man zwar auch den dunklen Streifen der Inversion am Horizont erkennen, aber der Windgeschwindigkeitsunterschied der beiden Luftschichten war nicht so gross, so dass Peter und ich einigermassen gut fliegen konnten.
Peter mit seinem Gradient Bright3
Auch wenn es am Mittwoch sehr unruhig am Hang war, und wir umeinander gehuepft sind wie die Flummies hat es trotzdem Spass gemacht, und Peter hat sich ueberraschend gut geschlagen.
Jeder zimmert sich bei solchen Erlebnissen natuerlich seine eigenen Erklaerungen zusammen. Ich habe etwas rum gesucht. Wonach sucht man, wenn man Infos ueber die Luft-, Wind- und Wettersituation braucht? In den Temps! Die Temps sind das Gebetbuch des Fliegens.
Kurz: Die durch das Absinken der Luftmassen im alten Hoch entstandene Inversion trennt die untere schwachwindige Luft und die obere Starkwindluftschicht.
Labels: Paragliding, Starkwind, Wetter








5 Kommentare:
Hi Max.
zum Thema Starkwind:
war letzte Woche an der Düne de Pyla.
da hats auch so richtig toll geblasen:
guck mal Fotos:
http://freenet-homepage.de/big-joe/
Grüße
Jost
Hola Jost,
wie immer super- Fotos. Bekomme ich richtig Sehnsucht! Scheint als haettet Ihr im "Panorama" gecampt?
Bis bald
Hi Max,
wir waren im Petit Nice, war sehr viel ruhiger da. Im Panorama war "Wasserkuppe" & Co.
will mitte Juli in die Schweiz Ebenalp - Säntis.
Aber für August habe ich noch nix. Geht was bei dir im August, lohnt es sich?
Gruß Jost
Oh! Ebenalp ist natuerlich vom Feinsten. Im August geht hier natuerlich der Punk ab! Hast Du das Tracking von Santa Pola veroeffentlicht? Gruesse
HI Max,
habe zu lange gewartet mit den igc's aus Santa Pola. wurden nicht mehr anerkannt (15 Tage Regel):
http://xc.dhv.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights
Kössen und Dune du Pyla sind drin.
Freu mich schon auf Schweiz.
Vieleicht bring ich die Jungs nächstes Mal mit.
Grüße Jost
PS: viele Punkte
Kommentar veröffentlichen
Links zu diesem Post:
Link erstellen
<< Startseite