Samstag, 30. Juni 2007

Paragliding bei Alicante

30.06.07 Ein Ostwindtag

Wenn es auch am Mittag noch thermisch und desshalb recht unruhig in Santa Pola bei Alicante war hatten wir doch eine Menge Spass und gute Hoehe beim Paragliding. Die meisten Piloten schienen gestern beim Feiern gewesen zu sein, so hatten Dominique, Toni, Peter und ich bis 17 Uhr den ganzen Hang fuer uns. Ab 18 Uhr wurde es dann ruhiger und Peter wurde mit zwei schoenen Fluegen fuer sein beharrliches Kaempfen am Startplatz (Groundhandling) belohnt.




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Freitag, 29. Juni 2007

So fliegt man einen Looping

Anleitung zum Kunstflug, Abteilung "Looping":
Demonstration von einem koreanischen Piloten, der danach "normal" ( soweit man das ist, wenn man bei solchen Bedingungen fliegt) gelandet ist. Die Kommentare zu dem Video waren eindeutig.

http://www.youtube.com/watch?v=Oxe17Vubu04

Hab ich gerade auf http://wolkenstrasse.net/ gefunden.

Gleitschirm fliegen in Santa Pola

kurze Info zum 28.6.07:
Ein Traumtag ! Von 18 Uhr bis 21 Uhr herrliche Flugbedingungen die alle Moeglichkeiten boten zum Toplanden, Gurtzeug einstellen, Gegend betrachten, Rueckwaerts starten, Nicken, Rollen, Wing overn, Steil spiralen, Beschleunigen, Ohren anlegen, Tandem fliegen, ersten mal fliegen ( Peter), Absaufen und Kamera vergessen (Max).

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Donnerstag, 28. Juni 2007

Soaren bei Starkwind

Die letzten Tage liess der Ostwind seine Muskeln spielen. Bis zum Abend war es meist zu stark zum Fliegen, statt dessen vergnuegten wir uns am Meer und besserten unsere Starttechnik auf um fit fuer die Starkwindstarts zu sein.


Am 26.6.07 konnte man am Abend noch 2 Stunden Fliegen.



Groundhandling am 27.06.07. Danach zum Entsanden ins Meer (ohne Schirm)!


Blick nach Sueden.

Das stamme Lueftchen liess uns auf jede Menge dumme Gedanken kommen:
Synchronfliegen


Landung auf der Windsackstange
Alex und ich beim Doppeldecker
Heute soll der Wind etwas ruhiger werden. Dann muessen wir das Grillen auf Mitternacht verschieben!

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Sonntag, 24. Juni 2007

Gleitschirmfliegen in Santa Pola

Am 22. Juni 07 mussten wir bis abends warten, dass der Ostwind abnahm und wir fliegen konnten. Das war mir ganz recht, denn ich hatte den ganzen Tag zu tun, um meinen neuen Computer davon zu ueberzeugen, dass die diverse Sofware auch auf Windows Vista laufen sollte.
Danach war das Fliegen bis zum Sonnenuntergang moeglich.





Sobald ich mich an die spanische Tastatur gewoehnt habe schreibe ich wieder mehr ;-) .

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Freitag, 22. Juni 2007

Paragliding in El Palomaret bei Alicante

20.06.07 Südwind - El Palomaret! Um 17 Uhr fahren wir nach Palo, wo uns recht ruhige Flugbedingungen erwarten. Mein Versuch, zum Maigmo zu kommen endet zum 2. mal am Landeplatz. Immer an der gleichen Stelle rutsche ich trotz guter Höhe den Hang runter. Glücklicherweise nimmt uns Eva, Dominiques Frau, wieder mit nach oben.



vorne: Eva und Dominique, hinten (v. l. n. r.) Nemo (hat nur der Arm drauf gepasst), Max, Alex, Raul.


Beim nächsten Flug sind die Bedingungen zu schwach, und wir können bis zum Absaufen lediglich vor dem Startplatz soaren.

mein 44er ist endlich wieder repariert.

Der 21.06.07 war der Supertag. Zusammen mit Alex und Carmen flog ich Richtung Maigmo, nachdem wir vor dem Startplatz etwas Höhe getankt hatten. Alex war zuerst an meiner Absaufstelle angekommen und zeigte mir, dass es heute leichter war, dort auf zu steigen. Während er auf Carmen wartete wagte ich den Sprung über den vorgelagerten Rücken und fand nach einigem Kämpfen auch einen brauchbaren Bart um zum Gipfel zu fliegen.
Landeplatz unterhalb der Strassenbiegung
Auf dem Rückweg sah ich, wie Nemo am Landeplatz seinen Schirm zusammen packte - Zeit top zu landen und ihn ab zu holen!
Beim nächsten Flug wurde derAufwind so schwach, dass ich ca. 120 m unterhalb des Startplatzes einlanden musste um nach einem schweisstreibenden Aufstieg meinen Bus runter zu fahren. Da war er wieder, der kleine Maso!

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Paragliding um Alicante

Ich muss doch noch die paar Bilder der letzten Tage nachreichen, die Nemo und ich in der Luft waren.
Am 17. 06.07 war der Startplatz in Palomaret voller Leute, wie wir es für einen Sonntag befürchtet hatten. Wir warteten ewig auf ein großflächiges Absaufen der Piloten, und als es dann kam ging auch am Start nichts mehr. Der Wind hatte schlagartig nachgelassen. Eigentlich kam es uns gar nicht so ungelegen, denn uns plagten beide Kopfschmerzen - höchstwahrscheinlich gestern zu lange ohne Schirm gewesen.
Zu hause erwartete uns Ostwind. Santa Pola ist immer für eine Überraschung gut. Es war jedoch so schwach, dass wir rüber zum Muldenstartplatz gingen, wo wir mehr Hoffnung hatten, uns etwas in der Luft halten zu können. Ich machte einen Testflug und konnte zwischen Faro und Urbanisation gut die Höhe halten. Nemo ließ mich über Funk wissen, dass sein Kopf nicht mitfliegen wolle. Nach ca. 30 Minuten landete ich also wieder auf dem Plateau.
Am Montag, dem 18.06.07 war der absolute Santa Pola- Tag. Wie vorher gesagt blies den ganzen Tag ein guter Ostwind. Morgends hatte ich zwei Tandemflüge.




Svenja hatte viel Spass.






Nemo an der Nordwand




Dominique gesellte sich noch am Nachmittag zu uns.



Nemo flog bis spät abends.

Ich flog noch bis später...
... und bin dann unterhalb des Startplatzes abgesoffen.

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Dienstag, 19. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 10

10. Neue Ideen
Begeisterung ist ansteckend, also lass dich von deinen Lieblingsschriftstellern infizieren! Richard Bach, Autor von "Die Möwe Jonathan", "Illusions" und "One" ist ein Meister im Geschichtenerzählen über Luftfahrt und Metaphysik. Judy Leden, Exweltmeisterin im Drachen und Gleitschirm fliegen schrieb "Flying with Condors", Jim Palmieri (USA) hat eine riesige Anzahl von Erzählungen in "Stories of our Heritage" gesammelt. Ich schrieb eine Erzählung unter dem Titel "Hinter dem Unsichtbaren". Alle haben das gleiche Ziel - den Leser eine beeindruckenden Einblick in die Welt des Fliegens zu geben. Nimm eines dieser Bücher mit ins Bett und du wirst als glücklicher Pilot aufwachen.
http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton

Das war der letzte Teil der Tipps, die uns Greg Hamerton gibt, um unsere eingeschlafene Flugbegeisterung wieder aufleben zu lassen. Leider gibt es einige Bücher nur in der englischen Version. Auf der Seite des ZDF über Judy Leden habe ich einen kurzen Artikel gefunden. Ist schon sehr beeindruckend, wie sie ihre Träume lebt.

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Piloten, die früher Tag für Tag am Himmel zu sehen waren mit einem Schlag die Szene verlassen. Selbst Fluglehrerkollegen werden plötzlich von Flugunlust befallen. Ein seltsames Phänomen, das früher oder später scheinbar jeden Flieger ereilt. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass man das Gefühl bekommt, sein Ziel erreicht zu haben und man wird sich bewusst, wie gefährlich es am Gipfel ist? Jeder Schritt weiter kann zum Absturz führen. Der nächste Klapper könnte im Spiralsturz enden. Auf der Stelle fallen einem genügend Beispiele für ein gewaltsames Ende der einst so bewunderten Fliegerei ein. An diesem Punkt sage ich mir immer "kleine Brötchen backen!". Es muss nicht jeder Flug länger, höher oder weiter sein. Die Bedingungen müssen nicht jedes mal anspruchsvoller sein. Fliege so, wie es dir Spass macht! Die Zeiten sind vorbei, als man den DHV-1-Schirm- Piloten belächelt und die Übungshangflieger als Schüler bezeichnet hat. Was früher als "Aufziehübung am Übungshang" verspottet wurde könnte heute "Groundhandling mit Mike" sein!

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Sonntag, 17. Juni 2007

Real Madrid ist Meister

Gerade tanzen meine Nachbarn (dazwischen meine Frau) auf der Strasse. In einem packenden Duell hat es Real Madrid doch noch geschafft, sich durch einen Sieg über Mallorca ihren 30. Meisterschaftstitel der spanischen Liga zu sichern. Barcelona hat zwar 5:1 gegen Nastic gewonnen, ist jedoch nur 2. geworden.
Der Flugtag war heute weniger interessant. Nachdem in Palomaret nur sehr stabile Bedingungen vor zu finden waren konnte ich wenigstens zu hause noch etwas am Faro kämpfen. Mehr morgen!

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Paragliding mit Leidenschaft 9, El Palomaret

9. Nimm kein Geld für die Liebe
Eines der Wunder des Fliegens ist die Möglichkeit aus dem Weltlichen in die Ewigkeit zu entfliehen. Wenn du Geld mit dem Gleitschirmfliegen verdienst bist du einer heimtückischen Gefahr ausgesetzt - du kannst die Liebe zu der Sache, die dich begeistert verlieren und stattdessen dem Geld nachjagen. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Geld zu verdienen - jeder macht´s. Es gibt äußerst wenige Dinge, die dir Eindrücke vermitteln können, wie es das Fliegen tut. Wenn du die Begeisterung für das Fliegen verlierst und du bist Fluglehrer, Händler oder Tandempilot dann ist es Zeit nachzudenken und einen anderen Beruf zu wählen und nicht einen anderen Sport.
http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton

Nein! Nicht genau mein Problem. Eigenlich bin ich in der schier unvorstellbaren Situation, dass die Begeisterung scheinbar jeden Tag mehr wächst, obwohl ich Gleitschirm fliegen als Beruf gewählt habe. Jeden Tag, wenn ich mit meinen Schülern, Piloten oder Tandempassagieren in der Luft bin genieße ich. Wenn dann dabei noch etwas Geld übrig bleibt - ist auch o.k. .

Ich mach den Job jetzt schon mehr als 19 Jahre, und es gab auch andere Zeiten. Wenn du mit 20 oder 30 Leuten am Hang stehst fängst du an zu rechnen - das Fliegen, noch mehr der Umgang mit deinen Leuten wird zum Geschäft. Jeder sieht, wie gut dein Geschäft läuft und will natürlich an deinem persönlichen Wirtschaftsaufschwung mitverdienen, der Bauer von deinem Hang, die Pensionswirtin bis zu deinen Grosshändlern oder dem DHV. Du bist plötzlich mittendrin in dieser Melkmaschine und der Gleitschirmpilot, der enthusiastisch deinen Shop betritt wird zum Kunden. Plötzlich fehlt der Blick in die Augen deines Schülers vor dem Start, die Begeisterung springt nicht mehr über und dieses (über-) lebenswichtige Vertrauen wird schwächer.

Heute stehe ich wieder mit einer Hand voll Piloten am Startplatz und es ist, als ob ich mit ein paar Kumpels zum Fliegen fahre. Ich freue mich drauf, dass wir alle in die Luft kommen, und dass ich diese Möglichkeiten bieten kann, wie z. B. gestern am Nachmittag Thermik zu fliegen und abends bis 21.30 Uhr zu soaren.

So, nun fahre ich mit meinem Kumpel Nemo nach Palomaret!

Bilder von gestern 16.6.07

Am Nachmittag in El Palomaret
Im Abendlicht noch über eine Stunde Soaring zu hause in Santa Pola

unsere Anlage - links oben der Startplatz
Nemo und Ewald

Sonnenuntergang am Faro
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Freitag, 15. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 8.

8. Alles durch eigene Kraft.

Wenn es einen kleinen Berg in deiner Nähe gibt, dann findest du bestimmt auch ein Plätzchen zum Schlafen dort. Pack etwas zu Essen, einen Schlafsack und eine Flasche Wasser zu deiner Ausrüstung und mach dich mit dem Gleitschirm zum Abenteuer auf! Die Anstrengung des Aufstiegs kann reinigend sein während du deine Wanderschaft zum Gipfel fortsetzt. Die Ruhe, der Trost und das Eintauchen in die Natur machen selbst das kürzeste Wochenendbiwak zu einer denkwürdigen Reise. Verbringe die Nacht draußen unter freiem Himmel, warm eingepackt in deinen Schlafsack, Brot und Käse mampfend, während du die Sterne betrachtest träumst du von großen Termikbärten und gleitest runter oder rauf, oder einfach weg in den Morgen.
http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton

Vor lauter Euphorie über unsere Flüge in Palomaret hätte ich beinahe den guten Greg vergessen, dabei habe ich ja noch drei Tipps zu übersetzen. Im obigen Teil 8 geht es um das Marlboro- Feeling ( darf man eigentlich noch ungestraft Zigarettenmarken im Blog nennen?), welches natürlich für viele eingefleischte Seilbahnfahrer und Pauschalangebotsflieger ein großartiges Abenteuer ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es doch dem ein oder anderen Piloten das Grinsen ins Gesicht treibt, weil bei Seinesgleichen solche Aktionen zur normalen Wochenendbeschäftigung gehören. Die Grinser werden immer seltener. Früher gab es eine Menge davon. Man konnte es ihnen schon ansehen, wenn sie morgens am Startplatz in der Sonne lagen und dem hektischen Treiben der ankommenden Piloten wenig abgewinnen konnten. Am Abend hast du sie dann wiedererkannt, während du das 3. mal versuchtest schneller rückwärts zu starten, als der Bergwind den Hang runter floss. Die meisten hast du nie kennen gelernt, den Schirm schon, der war fast allgegenwärtig.
Jetzt kommt natürlich die Frage, was der "reinigende" Aufstieg bringt, wenn am nächsten Tag der Wind nicht passt. Wenn du vorher schon sicher sein könntest, dass du am nächsten Tag runter fliegen kannst, wo bleibt denn dann das Abenteuer?

Nun noch kurz zu unseren Abenteuern in den letzten drei Tagen:

Am 12.06.07 herrschten am Startplatz gute Bedingungen vor. Es war überraschend thermisch recht aktiv und gab uns zweimal über eine Stunde lang die Möglichkeit, uns an unruhiges Fliegen zu gewöhnen.



Eine gute Vorbereitung für unsere Flüge in Palomaret, wo wir gegen 17.30 Uhr eintrafen. Der Wind stand gut an und nachdem Dimi und ich etwas Höhe getankt hatten machten wir uns Richtung Maigmo (einem Berg im Osten von El Palomaret) auf. Da der Südwind eher östlich angehaucht war bereitete mir der Gedanke an das Schlachtfest oberhalb einer markanten Südwestflanke vor dem Ziel doch Kopfzerbrechen. Der alte Apco Bageera, den ich gerade seit einer Woche fliege macht einige seltsame Bewegungen, an die ich mich noch nicht gewöhnt habe und ich wollte mein Vertrauen in die Kiste nicht übermäßig strapazieren. Als ich sah, dass Dimi mit seinem P 43 auch nicht weiterkam machte ich mich auf den Rückweg, um am Startplatz den Bus ab zu holen, falls mein Fliegerkollege unten landet. Fünf Minuten nach meinem Toplanden schoß er jedoch am Startplatz vorbei und spielte sich noch lange oben an der Wand. Um kurz nach neun saßen wir beide breit grinsend im Bus auf dem Weg nach hause.

Dimi beim Soaren.


der Maigmo

Am nächsten Tag planten wir nochmals die gleiche Aufgabe. Als wir am Startplatz ankamen war zu unserer Überraschung auch Alex anwesend, der gerade mitten im Abi steckt und eigentlich lernen sollte. Aber er war uns eine willkommene Verstärkung des Gipfelstürmerteams.
Direkt nach dem Start konnte ich gut Höhe machen und wartete, bis auch Dimi in der Luft war. Danach schoss ich gleich Richtung Osten um möglichst bald an der Schlüsselstelle von gestern zu sein. Bis kurz vor den Grat lief alles supereinfach, als plötzlich vor mir ein großer Greifvogel startete und genau zu meiner Schlachtfestwand flog, um dort traumhaft auf zu drehen. Das war mein Zeichen! Trotz der geringen Höhe stach ich ihm nach...
...und soff tierisch ab. Es spülte mich fast den ganzen Hang hinunter und ich konnte gerade noch zurück über eine tiefe Schlucht gleiten, in der Hoffnung an diesem langen Rücken erneut auf zu soaren. Während es kontinuierlich, aber ruhig runter ging sah ich Dimi ca. 100 m tiefer landen. Über Funk kam kurz später seine Bestätigung der perfekten Aussenlandung. Ich hatte bereits mit dem gleichen Landeplatz geliebäugelt, alternativ zog ich aber eine Hanglandung in Erwägung um auf bessere Bedingungen zu warten. Wer sollte uns hier abholen? Mein Auto war gut 15 km entfernt. Also schrappte ich am Hang entlang, so wie ich es täglich vor meiner Haustür mache. Die Augen suchten verzweifelt nach jedem Grashalm, der sich im Aufwind bog. Jedesmal wenn ich ein noch so leichtes Heben verspürte drehte ich möglichst flach um 180 Grad. Es war ein unendlich langer Kampf um wirklich jeden Meter. Teilweise bemerkte ich, dass ich dem gleichen Busch beim Soaren dreimal umflog, bis ich endlich knapp über ihm war. Nach einer Viertelstunde war ich wieder oben am Grad und konnte Alex drüben sehen, wo der Adler vorher gekreist war. Ich flog zurück und landete oben, um Dimi mit dem Bus ab zu holen. Für einen zweiten Versuch waren danach die Bedingungen leider zu schwach, aber auf der Heimfahrt hatten wir uns viel zu erzählen ( grinsend).




Am 14.06. hatte der Südwind deutlich zugelegt und bei unserer Ankunft in Palomaret war nur Rafa mit dem Boomerang am Himmel. Er bot den wartenden Piloten eine sehenswerte Flugshow während am Startplatz Wind um 40 km/h gemessen wurden.
Als es nach einer Stunde ruhiger wurde und Dimi und ca. 5 weitere Piloten gestartet waren konnte man leider nur noch am Hang entlang kratzen. Alle standen 15 Minuten später unten.

15.06.07 Heute ist Dimi heim geflogen. Den Maigmo verschieben wir auf nächstes mal.

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Donnerstag, 14. Juni 2007

Gleitschirmfliegen in El Palomaret bei Alicante

Paragliding bei Alicante heißt ja nicht nur Küstensoaring in Santa Pola, also "Fliegen vor der Haustür". Wenn der Wind, wie die letzten Tage mehr von Süden kommt fahren wir zum ca. 45 km entfernten Fluggelände El Palomaret bei Agost. Da die Termik und die damit verbundenen Turbulenzen bis zum späten Nachmittag zu heftig sind beschränken wir uns im Sommer auf Flüge nach 17 Uhr. Nachdem ja jetzt, bedingt durch den Serverausfall fast eine Woche Funkstille im Blog war weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Flüge im Gebirge hatten doch Einiges zu bieten. Neben den tollen Streckenflügen Richtung Maigmo, einem ca. 7 km östlich gelegenem Berg, die nicht immer von Erfolg gekrönt waren hatten alle sehr schöne Thermikflüge.


Aber Eins nach dem Andern:


9.6.07 Ein Traumtag! Hier in Santa Pola sind wir bis 21.30 Uhr geflogen.





Auf Grund der guten Vorhersage war der Startplatz auch gut besucht.







Martin kurz nach dem Start.








Anette vor der Insel Tabarca.









Auch Dominique aus Finestrat hat sich frei genommen, um uns zu besuchen.


Der laminare Ostwind blieb uns bis zum späten Abend erhalten und bescherte uns ruhige Flüge bis wir die orange Sonne im Westen versinken sahen. Nachdem mein Handy alle 2 Minuten aufdringlich klingelte ( das macht es immer dann, wenn ich mich gerade anstrengen muss, nicht ab zu saufen) und irgend jemand, wie wild, mit dem roten Handtuch auf unserer Terasse herum wedelte beschloss ich zu landen. Zu Hause saßen schon alle am Tisch vor ihrem Rotwein und straften mich mit bösen Blicken. Auf meine Unschuldsmiene ( lange bei ähnlichen Situationen geübt) bekam ich nur ein kurzes "EINE PAELLA KANN NICHT WARTEN!" als Antwort, aber als das Reisgericht mit Meeresfrüchten dann von Maite serviert wurde leuchteten alle Augen, als hätte jemand den Christbaum angezündet und es wurde noch ein sehr vergnüglicher Abend.




Am 11.6.07 stand dann der erste Besuch in Palomaret an, an dem auch Dimi, der am Tag zuvor eingetroffen war teilnahm. Schon gleich der erste Flug zeigte, was das Gelände zu bieten hatte. Durch den sanften Aufwind den die tagsüber erwärmten Felsen produzierten konnten wir leicht Höhe gewinnen.

Martin beim Start, links vorne Bine mit ihrem neuen P80.
Am 12.6.07 war dann leider der Abreisetag von Bine und Martin gekommen und Dimi und ich mussten am Nachmittag alleine nach Palomaret aufbrechen, um den Gipfel zu stürmen.


Mehr davon morgen!

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Donnerstag, 7. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 7, Santa Pola

Für alle Tandempiloten:

7. Mach es gemeinsam!

Einen Tandem zu fliegen gibt dir den Hauch von Enthusiasmus eines Anfängers. So wie dein Passagier nach dem Kick giert, vom Boden ab zu heben und vor Aufregung und aufkommender Angst zittert läßt du dich anstecken, auch ein wenig aufgeregt zu sein. Die neue Verantwortung und Herausforderung des Tandem fliegens bietet einen tollen Lerneffekt. Nachdem du deinen Passagier wieder sicher am Boden abgesetzt hast, tut man sich wirklich schwer, das Grinsen aus deinem Gesicht weg zu bekommen.


http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton


Eine der wenigen Möglichkeiten Gleitschirmfliegen gemeinsam zu genießen. Nachdem die Tandemausbildung und die Eingangsvoraussetzungen hierfür deutlich verschärft wurden wird es in Zukunft auch nur wenigen Piloten möglich sein, diese einzigartige Chance zu nutzen, Nichtfliegern einen Einblick in unsere Welt zu erlauben. Ich glaube, das ist eines der grössten Probleme bei unserem Sport: man kann ihn schwer mit anderen teilen, zusammen ausüben, gemeinsam feiern oder einfach "dieses Grinsen" erklären. Klar, du fährst zusammen mit deinen Kumpels zum Fliegen und sitzt auch am Abend mit ihnen beim Sigi oder sonstwo bei deinem Bier, aber deinen Flug, dein Erlebnis, dein Adrenalin und auch genau dein Gefühl, das du jetzt gerade hast, wenn es sich anfühlt, als wenn es dich in den Barhocker presst und dein Vario um Gnade winselt das wird niemand so spüren können wie du.


Eigentlich habe ich aus diesem Grund mein Blog angefangen. Wenn ich abends mit meinem Schirm die Strasse vom Startplatz nach Hause schlenderte, dieses Grinsen im Gesicht dachte ich mir oft, dass man so etwas Tolles irgendwie vermitteln müsste. Selbst auf den kleinen Videos, die ich hier gedreht habe kam das nicht zum Ausdruck, was mich so fasziniert. Die Komposition aus all den unterschiedlichen Elementen. Die Angst abzusaufen, der Kampf um jeden Meter, das Abschätzen der Bedingungen, die Berg-und-Tal-Fahrt an der Wand und plötzlich dein Aufwind, eine Blase warmer Luft gefüllt mit dem Duft nach Rosmarin, der dir eine Ruhepause verschafft. Zeit, das türkise Meer zu bewundern und schnell ein Foto zu machen bevor es wieder weiter geht.


Heute war ein richtig guter Tag. Am Vormittag konnten wir noch eine gute Stunde fliegen, bevor der Wind deutlich stärker wurde.

Anette und Bine am Strand

Als wir am Nachmittag vom Strand kamen, waren schon ein, zwei Schirme in der Luft und es wurde ständig ruhiger. Perfekte Bedingungen bis nach 21 Uhr für einen gemütlichen, langen Abendflug.

Bine konnte endlich den neuen Schirm probieren



Anette vor Tabarca



Der Faro


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Dienstag, 5. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 6

6. Tausch mal deinen Gleitschirm!
Nimm den von deinem Freund, während er deinen fliegt! Das Neue ist belustigend, das Handling ist immer anders, und du wirst feststellen, wie sehr du deinen eigenen Flügel wirklich schätzt, oder du wirst den perfekten Flügel finden, von dem du immer geträumt hast. Du musst dir keinen neuen Gleitschirm kaufen um einen neuen Gleitschirm zu fliegen.
http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton

Es ist schon lustig, wie oft ich mich in einem dieser Artikel wiederfinde. Nachdem mir ein Nachbar beim Start vor ein paar Wochen in meinen heißgeliebten P44 reingerauscht ist muss (darf) ich ja mit einem P 25 (dem gelben Blitz) rumheizen. Ein ganz neues Fluggefühl! Nicht, dass ich früher nicht jede Woche irgend etwas anderes geflogen wäre, aber dieser Umstieg auf Dauer verblüfft mich immer aufs Neue. Anfangs als lahmer Lückenbüßer verspottet hat sich auch der ruhige DHV 1er als durchaus konkurenzfähig erwiesen. zudem macht es natürlich wesentlich mehr Spass, mit einem 1er oben zu bleiben, wenn die Anderen absaufen.

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Montag, 4. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 5, El Palomaret

Lass es krachen!
"Die Sicherheitskurse ( angeboten von den Könnern, wenn´s um Gleitschirmverhalten in Extremsituationen geht ) sind ein erster großer Schritt in Richtung Kunstflug. Du bist gelangweilt? Wie harmlos sind deine Wing- over? Kannst du deinen Flügel gefüllt halten, wenn er unterhalb des Horizonts ist? Kannst du den Schirm direkt unter dich bringen? (?) Hast du mal probiert asymetrisch zu spiralen? Es gibt einiges darüber zu lernen, wie man über seinen Schirm kommt und es kann so lustig sein, dass dir die Haare zu Berge stehen. Frag mal ´nen Fallschirmspringer- fallen kann abartig cool sein."

http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton


Also Leute, auf zum Sicherheitstraining! Über Wasser und mit der fachmännischen Videoanalyse lässt sich aus solchen und ähnlichen Flugübungen eine Menge raus holen. Wobei der obige Absatz ja eher etwas für gelangweilte Sicherheitstrainingdauerkarteninhaber (booaaa, mein Wort der Woche!) ist. Für Otto- Normalflieger ist ein stinknormales Stabilisieren eines grösseren Einklappers ja meist schon eine Kunstflugfigur, die zu beherrschen sicherlich sinnvoller ist, als seine Kiste unter sich zu bringen.

Bis zu deinem nächsten Besuch bei Ekki und Kollegen gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten seinem Schirm Manieren bei zu bringen. Ich nenne es mal "sauber Fliegen" . Steilspirale dosiert fliegen, Sinken erhöhen und wieder flacher werden, Ausleitung ohne Aufstellen der Kappe, nach dem Nicken oder Rollen die Kappe schnell beruhigen. Es gibt viele Übungen um sich zu testen, und die meisten sind sinnvoller als "sich selber auf die Kappe zu spucken".

Jaaa ich weiß, es sieht spießig aus, wie ein Anfänger im Performancetraining umeinand zu schaukeln, aber gestern hab ich´s schon gesagt: Flieg für dich! Außerdem ist das der erste Schritt zum Kunstflug, oder glaubst du die Sat- Brothers Rodriguez ziehen einfach irgendwo und schauen, was passiert? Versuch mal dein Gurtzeug am Brustgurt ein paar Zentimeter weiter zu öffnen, als sonst. Offen macht es mehr Spass!

Gestern war ich noch schnell in El Palomaret, unserem Südgelände und hab beim Tandemfliegen ausgeholfen. Der Wind war recht heftig und ziemlich ost ( vor meiner Haustür wäre es auch gegangen), aber es hat trotzdem viel Spass gemacht.

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Sonntag, 3. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 4.Teil und wieder abgesoffen

4. "Reagiere auf die Zeichen!

Eine weiße Taube kreuzt deinen Weg, kreist vor dir und fliegt nach rechts weg. Mach so, als wäre das ein Vorzeichen! Folge dem Vogel so lange es geht! Drei Krähen fliegen vorbei und wirbeln um einander. Mach einen Wing- over! Reagiere auf deine Umgebung indem du mit ihr spielst! Dieses kindliche Verhalten bringt Zauber in deine Welt- du kannst die Wolken sprechen hören, kannst lachen über das was die Krähen sagen und kannst Wärme sehen, wenn deine Gedanken in diesem verspielten Zustand sind. Ein klarer Geist, der nach mehr Leistung strebt und sich anstrengt, sein technisches Wissen über Gleitwinkel, Auftrieb und Flugplanung um zu setzen wird es dir ermöglichen, eine geflogene Strecke zustande zu bringen. Aber eine Strecke ist was unten am Boden und ein Flug ist ein Abenteuer in der Luft. Es ist egal, wie weit du fliegst, das WIE du fliegst lässt dich grinsen"
Article Source: http://EzineArticles.com/?expert=Greg_Hamerton


Das war der 4. Teil von Greg Hamerton. Ich muss zugeben, beim ersten Überfliegen hat es mich nicht so vom Gurtzeug gerissen, aber die letzten beiden Sätze haben es in sich. Nachdem heute alles in Kilometer, Minuten, Arbeitseinheiten und Umsatzanteilen gerechnet wird (und das seit dem Kindergarten) haben die meisten Piloten Probleme um zu schalten. Das fängt schon bei der Ausbildung an . Es ist nichts wichtiger, als die Anzahl der Flüge und der Theoriestunden. Danach wird gemessen - ALLES! Du kommst heim, erste Frage:" Wieviel Flüge hast du denn gemacht?" Nur das, was im Flugbuch steht ist wichtig.
Leistungsgesellschaft- schwer da raus zu kommen! Das betrifft nicht nur das Fliegen!

Ich denke, da muss man schon lange an sich arbeiten, viele unsinnige Flüge machen, nach Tauben und Krähen Ausschau halten und den Wolken zuhören. Den Augenblick genießen!
Dein nächster Flug soll ein besonderer sein! Nicht, weil er besonders weit, hoch oder lang ist, sondern, weil er einzigartig ist. Schreib in dein Flugbuch, was du gefühlt oder gedacht hast! Überlasse es nicht anderen, deinen Flug zu bewerten! Flieg für dich.
Klar, wenn alle anderen absaufen und ich noch der letzte bin, der oben einlandet dann schwebe ich schon abends auf dem Heimweg. Aber es gibt genau so schöne Flüge, die einfach nur Paragliding sind, wo es nur um das Spüren der warmen Luft oder um das Kribbeln im Bauch beim Wingover geht. Wo es total egal ist, ob der Wingover von unten gut ausschaut und ob man ihn vom Startplatz aus gut sehen kann.



Gestern konnte man am Nachmittag gut fliegen, nachdem der Wind etwas nachgelassen hatte. Ich bin am Abend nochmal vor zum Startplatz gegangen und gegen den Südwind gnadenlos abgesoffen. War ein gute Flug - nur so kurz!

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Freitag, 1. Juni 2007

Paragliding mit Leidenschaft 3.Teil und Flugunfall

Hey, gestern hab ich noch gesagt, dass ich daran arbeite, nicht abzusaufen und heute musste ich nicht einmal hochlaufen. Aber ein Engländer hat scheinbar auch mein Blog gelesen und das mit dem Schließen der Augen allzu wörtlich genommen. Rechts hatte ich den Hang und von links kam der Engländer, der mit seinem alten Airwave meinen schönen P25 poppen wollte. Ist nochmal gut gegangen.Er hat sich dann auch entschuldigt.


3. Teil des Beitrags von Greg Hamerton


Abenteuer


"Es gibt nichts besseres, als an einem riesigen Berg zu stehen, den du nie in deinem Leben vorher gesehen hast, in einem fremden Land und dann in dessen fremden Himmel zu starten. Abgesehen von dem Genuss des Reisens ist die Herausforderung, die neue Umgebung zu beherrschen genug um deinen Puls rasen zu lassen. Genau so gut kann natürlich auch ein Trp zu einem neuen Fluggelände in deinem Heimatland den sportlichen Enthusiasmus entfachen. Du musst ständig besser werden, daher kommt der Spass. Also ruf ein paar Freunde an, springt in einen Kleinbus und fahrt raus über´s Wochenende! Mach´s einfach!"


Das ist natürlich wieder genau mein Thema: Setz dich in den Flieger und flieg zum Max! Na ja, es muss nicht immer gleich Spanien sein. Man kann auch ein tolles Wochenende am Tegernsee, in Westendorf oder Bassano verbringen. Wichtig ist, dass man Spass hat und das Gleitschirm fliegen zelebriert. Da gehört alles dazu. Von der Planung, wer dabei ist bis zur Grillkohle. Es gibt viele Möglichkeiten, je nachden, ob ihr auf Streckenjagd geht oder den Soaringkönig des Tages krönt. Wobei ich immer wieder feststelle, je weiter die Leute von ihrem Büro entfernt sind umso mehr sind sie auch bereit, die Arbeit mal zu vergessen. Du bist dann halt einfach dort und musst was draus machen.

Kurze Info zum heutigen Flugtag
Am Vormittag guter Ostwind der, wie vorhergesagt, schnell zunahm. Zu meiner Verwunderung meinte ein Pilot einer geführten Gleitschirmgruppe, sein Paraglider sei ein Düsenjäger, der auch fliegen kann, wenn alle anderen landen müssen. Das kostete ihn dann den Gleitschirmurlaub (Handgelenkbruch) nachdem er versucht hatte im Lee ca. 300m hinter dem Startplatz zu landen.

Blick nach Alicante



Am Nachmittag konnten wir nochmals für fast 3 Stunden gut soaren. Später zogen Wolken auf, die uns die unruhigen Flüge des Tages erklärten.

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